Frankenstein, Selbstporträt der Autorin – eine neue Schöpfung
Von und mit Margherita Saltamacchia
Die Geburt von Mary Shelley (1797–1851) führt zum Tod einer anderen Mary, ihrer Mutter Mary Wollstonecraft (1759–1797), einer etablierten radikalen Schriftstellerin und Vorläuferin des Feminismus. Von Anfang an prägen die Themen Schöpfung und Tod die junge Autorin, die im Alter von neunzehn Jahren „Frankenstein oder Der moderne Prometheus“ schreibt.
Mary Shelley ist eine knapp vierzigjährige Witwe, als sie beschließt, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Die Schritte ihres Lebens zurückzuverfolgen, die sie dazu gebracht haben, in jungen Jahren den Roman zu schreiben, der sie berühmt machen wird. Es sind scheinbar unbedeutende Schritte. Doch sie liefern uns den Schlüssel zum Verständnis ihres Werks.
Diese Aufführung ist eine Reise durch die Gedanken und Fragen, die Mary Shelley begleitet und sie zu einer der symbolträchtigsten Autorinnen ihrer Zeit gemacht haben. Für die Kritik ist es „eine intensive und persönliche Neuinterpretation“ von Mary Shelleys Meisterwerk, „eine bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Inszenierung, die das Publikum für sich gewinnen und es dazu bringen kann, Frankenstein zu lieben“.
Dauer: 75 Min.
Bei schlechtem Wetter findet die Vorstellung in der Officina Nephos (Via Pizzo di Claro 11) statt, Beginn ist um 22.30 Uhr.

